Märchen – sind sie psychologisch wertvoll?

Guess what :D

Ich habe nun nicht nur die Volljährigkeit erreicht, sondern auch beim weiteren Aufräumen meines Zimmers hab ich noch eine andere Hausaufgabe gefunden, die ich persönlich gelungen finde :D

Und ja, der Sonntagspost fehlt wieder *hust*… Ich finde es einfach nur sau schwer Gedichte und/oder Zitate zu finden, die einen Sinn ergeben, der Nachricht, die ich vermitteln möchte gerecht werden sollen… Die Regelmäßigkeit wird also bis auf weiteres ausgesetzt. Ich merke, dass ich von Anderen immer Zuverlässigkeit erwarte, Engagement, das sie sich selbst in den Arsch treten und so zu Bestform auflaufen. Wieso erwarte ich das immer von Anderen, kann es bei mir aber nicht einhalten? Ich weiß, ich bin nicht die Einzige, es geht vielen so, aber es stört mich, dass meine Erwartungen von Anderen erfüllt werden sollen, ich selbst mich aber ziere, bzw. es nicht schaffe mich zu zwingen.

Das jedoch soll heute nicht das Thema sein, es ging ja um den Text. Die Überschrift ist zugleich die Aufgabenstellung, die wir damals erhalten hatten. Sind Märchen psychologisch wertvoll. Mal sehen ;)

 

 

Märchen- jeder kennt sie, kleine Kinder lieben sie, doch was steckt wirklich hinter diesen Geschichten?

Märchen sind für Ältere leicht zu durchschauen: Prinzessinnen verlieben sich, die Eltern verbieten den Kontakt, die Prinzessinnen ignorieren das, am Ende sind alle glücklich. Doch schaut man sich die Filme als Jugendlicher oder Erwachsener an, so muss man eigentlich über die unterschwellige Gewalt geschockt sein: bei Aschenputtel schneiden sich die bösen Stiefschwestern ein Stück der Ferse, bzw. des Zehs ab, um in den Schuh zu passen (was sollen Kinder DARAUS lernen oO?), Schneewittchen trotzt mehreren Mordversuchen, schlussendlich geht sie für ein paar Runden schlafen (Apfel sei Dank) und wacht erst wieder auf, als ihre haarigen kleinen Freunde den Sarg fallen lassen. Super. Wirklich. Kleine Kinder lernen also, dass Stiefmütter sowieso scheiße sind, dich entweder versklaven oder töten wollen und VOR Obst haben sie Angst, es würde sie umbringen. Selbst die süßen, unschuldigen Geißlein kann man wegen Mordes drankriegen, da sie den Wolf aufschneiden, ihm Steine in den Bauch legen, ihn wieder zunähen und ertränken (pädagogisch unheimlich wertvoll)…

Doch was fasziniert kleine Kinder an solchen Szenen, die wahrscheinlich selbst der Supernanny das geistlose Lächeln aus dem Gesicht wischen würde? Und wieso wollen wir die Jugend vor gefährlichen Killerspielen oder Filmen schützen, wenn schon Disneyfilme voller Gewalt stecken? Was lernen unsere Kinder überhaupt aus Märchen? Kannibalen darf man, Hänsel und Gretel sei Dank, in den Ofen werfen und den Goldschatz im Keller des Hauses plündern (praktischer Weise findet die Besitzerin keine Verwendung mehr dafür) und Spindeln (bzw. Haushaltsgeräte gesamt) könnten verflucht sein und uns in 100jährige Schönheitsschläfchen schicken…

Warum freuen sich Kinder also, wenn die böse Hexe vom Blitz getroffen in den Tod stürzt?

Ich weiß es jedenfalls nicht, es ist vielleicht auch besser so, dass wir das nach und nach vergessen…

 

 

In diesem Sinne eine schöne Woche, ich meld mich bald wieder….oder so ^^

Selina

Allahs rechtlose Töchter

Um Irritationen zu vermeiden, es handelt sich um eine Hausaufgabe, die ich letztes Jahr anfertigen musste. Der Hintergrund zu dieser Hausaufgabe ist ein Bericht, welcher in der Schülerzeitung erschien und von uns kommentiert werden sollte, bzw. wir sollten Stellung zu ihm beziehen. Der Text ist originalbelassen, und in Kursivschrift gesetzt. Meine Kommentare werden durch Klammern gekennzeichnet, sind zudem in Fettschrift.

Im Dezember 2004 erschien in der Schülerzeitung “Mäd Macks” ein Artikel über den Mord an Theodor van Gogh – zumindest scheint es anfangs so, als würde es um den Mord gehen, doch sehen wir selbst.

Der Artikel beginnt mit dem Absatz “Seit einigen Tagen hört man von der Ermordung Theodor van Goghs in den Niederlanden. Der Filmemacher wurde von einem aus Marokko stammenden Mann namens Mohammed Bouyeri niedergeschossen, dann wurde ihm die Kehle durchgeschnitten und der Täter heftete mit einem Messer ein Blatt Papier auf seinen toten Körper. Warum hat man ihm das angetan?”

  • Nun könnte man denken, der Text handelt von Theodor van Gogh, aber was wissen wir denn schon. Wer sich mit dem Mord etwas mehr beschäftigt, bemerkt schon hier einige Fehler. 1) Der Mörder wurde in den Niederlanden geboren. 2)”Ein Blatt Papier wurde an seine Brust geheftet.” Oha. Und was für ein Papier? Kaugummipapier? Seine Steuererklärung? Wieso sollte mich das Blatt interessieren?

Des Weiteren berichtet die Schülerin über den 11 minütigen Kurzfilm, welcher van Gogh angeblich das Leben gekostet haben soll. In diesem Absatz berichtet sie über den Filminhalt : eine junge Frau, welche einen schwarzen Tschador trägt (das ist ein großes, meist dunkles Tuch in Form eines umsäumten Halbkreises, das von muslimischen Frauen als Umhang um Kopf und Körper gewunden wird und lediglich das Gesicht oder Partien des Gesichtes frei lässt. Die Autorin erwähnt es nicht, dachte ich erklär mal, was das ist.). Diese wird zur Heirat gezwungen und nach einer Vergewaltigung zu Tode gesteinigt, wegen Ehebruchs. So weit, so gut. Hier keine falschen Informationen, Stellungnahmen oder Beschuldigungen.

Jetzt wird es aber lustig: Sie behauptet der Mord sei ungerechtfertigt, auch wenn er den Islam beleidigt hätte! (auch nach mehrmaligem lesen finde ich keine Beleidigung dem Islam gegenüber) Die Schülerin ist aber auch der Meinung, der Film sei ungerechtfertigt, da er das Leben eines ganzen Volkes (Moslems sind zwar eine Religionsangehörige und kein Volk, aber das lass ich mal gelten, da Christen sich fälschlicherweise auch manchmal als Volk bezeichnen). Was lernen wir daraus? Die Schülerin hat sich nicht informiert, wie es in manchen Ländern zugeht und verteidigt ihre Religion ohne Rücksicht auf Logik. Jetzt stell ich mir die Frage, warum schreibt sie sowas? Heule ich etwa rum, wenn ein Nazi-Film läuft? Eben.

Des Weitern schreibt sie: “In diesem Text möchte ich nur meine Meinung äußern (wäre uns fast entgangen, gut dass du es erwähnst…) Ich finde, dass die Moslems, alle Moslems, in van Goghs Film über alle Maßen kritisiert und falsch interpretiert werden (warte mal, jetzt wo du es sagst, ich finde die Steinigung der Frauen plötzlich gerechtfertigt, wäre ja wirklich gemein von uns, wenn wir diese Art der Ausübung des Korans kritisieren) Es gibt viele Ehemänner, die ihre Frauen oder Mädchen vergewaltigen. Das gibt es bei den Christen, Juden und Moslems (kann mich gar nicht mehr an unsere letzte Steinigung wegen Ehebruchs erinnern…). Man hört und denkt gleich, dass es bei den Moslems heißt: Kopftuch, Zwangsehe, Ausgangssperre; immer das gleiche Klischee (Nimmst du jetzt eine Stellungnahme zu dem ursprünglichen Thema, dem Mord an van Gogh, oder verteidigst du krampfhaft deine Religion?).

Ich zum Beispiel darf selbst entscheiden, wen ich heiraten will, ich kann frei ausgehen und das darf nicht nur ich, das dürfen auch andere Mädchen (schön für dich, aber was hat das mit dem Mord an Theodor van Gogh zu tun oder dem Film?).

Es werden in den Medien keine intellektuellen, keine emanzipierten und selbstbewussten muslimischen Frauen gezeigt, immer nur die negativen Beispiele” (Okay, wenn ich mir im Fernsehen mal Sendungen wie Frauentausch, Raus aus den Schulden oder ähnliches ansehe, frage ich mich auch, wieso nur Intelligenzflüchtige gezeigt werden, aber das bezieht sich sowohl auf Deutsche, als auch auf Muslime, heul nicht rum!).

Theo van Goghs Werk ist nur eine Dummheit (wo wir gerade bei Dummheiten sind, kennst du das Gesetz der freien Meinungsäußerungen? Du nutzt es zu unser allen Leidwesen gerade, er darf drehen was er will!)

Statt die Wahrheit zu zeigen, brachte er nur das Klischee “Frauen werden unterdrückt” zur Geltung, was nur Konflikte zwischen beiden Religionen hervorruft. (Womit du wieder bewiesen hast, dass du keine Ahnung hast, wie es in manchen Ländern zugeht. Und wieder frage ich mich, ob du Nazi-Filme tolerierst oder ob du da auch nur am Heulen bist?!) Glauben wir nicht alle an den gleichen Herrgott, den allmächtigen Allah? (Du bist also bereit zuzugeben, dass wir wahrscheinlich alle, übrigens danke, dass du Atheisten ignorierst, an die gleiche große Macht glauben – Allah. Wer sagt dir, dass Christen und Juden an Allah glauben und nicht IHR an DEREN Gott? Lasst euch nicht von Vorurteilen beeinflussen, sagte sie und warf mit Verschwörungstheorien um sich…).

FAZIT: Ein vielversprechender Anfang, mit viel Potential. Leider nach dem 2. Satz am Thema (also am Mord) vorbeigezogen und erfolgreich in eine krampfhafte Verteidigung der eigenen Religion, die eigentlich niemand in dem Originalartikel kritisiert hatte, abgerutscht. Anstatt dem Leser einen Gedankenanstoß zu geben, legt die Verfasserin Wert auf Schuldgefühle, die sie beim Leser hervorrufen will, jedoch nicht einmal das kann der Text.

Ich schließe mit der Frage: Warum verschwendest du meine Zeit mit so einem Kram?

Das war also meine Hausaufgabe, die ich beim Aufräumen meines Zimmers gefunden habe und spontan lachen musste bei der Erinnerung an diese Aufgabe. Es hat mir Spaß gemacht, jemanden zu kritisieren, auch wenn diese meinen Text nie zu Gesicht bekommen wird.

Ich muss sagen, ich hab schon so manche kennengelernt, die ihre Religion mir gegenüber verteidigt haben, OHNE dass ich auch nur im entferntesten etwas über Religion gesagt habe. Ich bin ATHEIST, ich glaub nur an das große Krümelmonster, weder an Gott, noch an Allah, noch an irgendjemand sonst, Religion interessiert mich eigentlich gar nicht, wieso muss ich dann belehrt werden? Naja egal :D Einen schönen Abend noch

Selina

A man of words and not of deeds

Ich glaube es überrascht keinen, dass ich immer noch nicht in der Lage bin regelmäßig zu posten. Das tut mir zwar Leid aber irgendwie mach ich, wenn ich am Computer sitze, immer andere Sachen. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass Qualität wichtiger ist als Quantität. Was hilft es uns allen, wenn ich 4-5 Mal die Woche poste, dafür aber nichts zu sagen habe oder nur sage “Wascht euch die Hände, bis nächste Mal”. Ich versuche einfach an Tagen, an denen ich nichts bis wenig zu tun hab, auf Vorrat zu schreiben, also 2-3 Texte mehr für die nächste Zeit. Ich wird die Buchvorstellungen auch demnächst machen, zumindest den Anfang mit “Stormbreaker”. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß mit dem neuen Gedicht und hoffe auf ein baldiges Wiederlesen, sollte es nicht wieder an mir scheitern^^.

A man of words and not of deeds

Is like a garden full of weeds

And when the weeds begin to grow

It’s like a garden full of snow

And when the snow begins to fall

It’s like a bird upon the wall

And when the bird away does fly

It’s like an eagle in the sky

And when the sky begins to roar

It’s like a lion at the door

And when the door begins to crack

It’s like a stick across your back

And when your back begins to smart

It’s like a penknife in your heart

And when your heart begins to bleed

You’re dead, and dead, and dead indeed.

Selina